Waldumbauoffensive
Musterbestände zum Waldumbau
Zoombild vorhanden
© Jan Böhm
In ganz Bayern verursacht der Klimawandel zunehmend Schäden in den Wäldern.
Langanhaltende Trockenperioden, zunehmende Hitze und Extremwetterereignisse schwächen die Bäume und machen sie anfälliger für Schadinsekten wie beispielsweise die Borkenkäfer. Selbst unsere Hauptbaumarten Fichte, Kiefer und Buche kommen - besonders im Reinbestand - zunehmend an ihre ökologischen Grenzen. Daher ist es wichtig, die Waldbestände möglichst frühzeitig an die sich ändernden Klimabedingungen anzupassen.
Wie sehen zukunftsfähige Wälder aus?
Sie fragen sich vielleicht, wie zukunftsfähige Wälder aussehen können oder wie sich neue Baumarten entwickeln. Unsere Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten haben dazu Musterbestände ausgewählt, die Ihnen anschauliche Beispiele geben.
Musterbestände im Amtsbereich
In vielen Bereichen der Landkreise Lichtenfels, Coburg, Kulmbach und Kronach dominieren noch immer Nadelholzbestände. Diese werden von lang anhaltenden Trockenphasen und hohen Temperaturen besonders stark beeinträchtigt. Die Daten aus dem Bayerischen Standortinformationssystem (BaSiS) zeigen für diese Baumarten ein erhöhtes bis sehr hohes Anbaurisiko. Es besteht also dringender Handlungsbedarf. In den Musterbeständen sehen und erfahren Sie, was sie tun können. Nähere Informationen zu den einzelnen Beständen entnehmen Sie bitte der nachfolgenden Übersicht.
Lage der Bestände
Bestände zum Thema Eichensaat
Musterbestand Eichensaat in Burgkunstadt
© Wolfgang Weiß
Die Stadt Burgkunstadt betreibt seit Jahrzehnten Waldumbau: großflächige Nadelwälder werden zu naturgemäßen, klimastabilen Laubwäldern umgebaut. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Eiche. Sie ist tolerant gegen hohe Temperaturen, verträgt Trockenheit besser als viele andere Baumarten und ist auf den Böden des Stadtwaldes ideal geeignet. Doch wie kann man nun möglichst viel Eiche in seinem Wald etablieren? Mehr
Bestände zum Thema Edellaubholz
Musterbestand Edellaubholz der Stadt Lichtenfels
© Wolfgang Tschödrich
Die Situation im Jahr 2009 kommt heute vielen Waldbesitzenden bekannt vor: nachdem der alte Bestand durch Borkenkäferbefall ausgefallen war, mussten insgesamt 0,3 ha Waldfläche wieder aufgeforstet werden. Heute können interessierte Waldbesitzer dort einen Blick in die Zukunft werfen: so können Wiederaufforstungen mit Edellaubholz in 10 bis 20 Jahren aussehen. Mehr
Bestände zum Thema Naturverjüngung
Musterbestand Naturverjüngung der Stiftung Niederfüllbach
© Wolfgang Weiß
Durch die Winterstürme Vivian und Wiebke im Februar 1990 kam es auf ca. 30 ha zu einem großflächigem Windwurf von mittelalten Fichten- und Kiefernbeständen. Die Stiftung Niederfüllbach wollte die Sturmwurfflächen möglichst zügig und zugleich kostenoptimiert wieder bewalden. Der Schlüssel zum Erfolg war hier die Wiederbewaldung mit Naturverjüngung. Mehr

