Musterbestände zum Waldumbau
Musterbestand Eichensaat in Burgkunstadt
© Wolfgang Weiß
Die Stadt Burgkunstadt betreibt seit Jahrzehnten Waldumbau: großflächige Nadelwälder werden zu naturgemäßen, klimastabilen Laubwäldern umgebaut. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Eiche. Sie ist tolerant gegen hohe Temperaturen, verträgt Trockenheit besser als viele andere Baumarten und ist auf den Böden des Stadtwaldes ideal geeignet. Doch wie kann man nun möglichst viel Eiche in seinem Wald etablieren?
Baumarten wie Fichte, Kiefer und auch Buche, die heute den Hauptteil unserer Wälder ausmachen, kommen besonders im Reinbestand zunehmend an ihre ökologischen Grenzen. Daher ist es wichtig, die Waldbestände möglichst frühzeitig an die sich ändernden Klimabedingungen anzupassen.
Musterbestand Eichensaat in Burgkunstadt
Ausgangslage
Motivation und Zielsetzung des Waldbesitzers
Maßnahme
Zoombild vorhanden
keimende Eichel
Die Saat hat viele Vorteile:
- hohe Flächenleistung
- ungestörte Wurzelentwicklung
- hohe genetische Vielfalt
- hohe Stückzahlen auf der Fläche, dadurch bessere Qualität
Der Weg bis zum heutigen Erscheinungsbild
Dazu waren folgende Arbeitsschritte notwendig:
- Einschlag von 1/3 des Vorrats (100 fm/ha) zwei Jahre vor der Saat. Dadurch entstand eine sogenannte "lockere Schirmstellung" mit optimaler Belichtung für die Eichen
- Bau eines schwarzwildsicheren Zaunes auf 3 ha
- Anlage von 1 m breiten Frässtreifen mit kleinem Schlepper und Anbaufräse
- Aussaat der Eicheln per Hand
- Saatgutmenge: 440 kg/ha
- Einarbeiten der Eicheln in einer langsamen zweiten Überfahrt der Fräse
- im Folgejahr: Pflanzung von Buche als dienender Nebenbestand

