Ausgangslage
Im Jahr 2009 wurde diese Fläche infolge einer Borkenkäferkalamität mit folgenden Baumarten wieder aufgeforstet:
- Berg-, Feld- und Spitzahorn
- Vogelkirsche
- Esche
- Walnuss
- Rot- und Hainbuche
Ahorn, Kirsche, Esche und Walnuss zählen zu den sogenannten Edellaubhölzern. Diese zeichnen sich durch schnelles Wachstum in der Jugend und hochwertige Holzqualitäten aus. Für astfreie, dicke Erdstammstücke können bei Versteigerungen hohe Preise erzielt werden. Verwendet wird das Holz beispielsweise im Möbelbau oder als Furnier bei der Inneneinrichtung.
Motivation und Zielsetzung des Waldbesitzers
Der damalige Stadtwaldförster entschied sich für einen Waldumbau zum Edellaubholz, da natürlicherweise die Wälder des Jura überwiegend aus Buche, Linde und Edellaubholz bestehen würden. Diese naturnahen Wälder haben im Klimawandel eine wesentlich höhere Widerstandskraft als Wälder aus Fichte und Kiefer.
Maßnahme
Seit ca. 1980 kam Naturverjüngung aus Esche und Ahorn im hinteren Teil der Fläche auf. Im Jahr 2009 wurde Bergahorn, Walnuss, Kirsche, Hainbuche und Rotbuche gepflanzt. Die jungen Pflanzen wurden mit Wuchshüllen gegen Wildverbiss geschützt.
Der Weg bis zum heutigen Erscheinungsbild
Zur Kultursicherung wurde mehrere Jahre lang ausgegrast und Mäuse bekämpft. Im Jahr 2016 wurde die erste Jungbestandspflege durchgeführt. Sechs Jahre später wurden die Wuchshüllen abgebaut und entsorgt, Rückegassen angelegt und eine weitere Jungbestandspflege durchgeführt.
Zukünftige Maßnahmen
Durch die Kombination von Naturverjüngung und Pflanzung sind die Bäume unterschiedliche alt, daher befindet sich der Wald aktuell in mehreren Entwicklungsphasen. Bei den jungen gepflanzten Bäumen muss die natürliche Astreinigung im unteren Stammbereich bis ca. 6 m abgewartet werden. Ausgewählte Exemplare der Kirsche können geastet werden, da die Kirsche als sogenannter Totasterhalter die Äste nicht verliert. Mit einer vorsichtigen Jungbestandspflege können außerdem Mischbaumarten erhalten werden.
Im älteren Bestandsteil ist bereits eine Durchforstung notwendig. Dazu werden im Abstand von ca. 10 m bis 12 m unbeschädigte Bäume mit einem möglichst geraden Stamm und einer vitalen, gleichmäßigen Krone ausgewählt. Sie werden "Zukunftsbäume" oder "Z-Bäume" genannt. Diese werden durch die Entnahme von 1 bis 2 Bedrängern gefördert. Als Bedränger gelten Bäume, die am intensivsten in die Krone des Z-Baumes hinein wachsen.
Lageplan und Anfahrtbeschreibung